Die israelische Armee hat die sterblichen Überreste des letzten identifizierten israelischen Geisels aus dem Gazastreifen zurückgeholt. Bei dem Toten handelt es sich um den Polizisten Ran Gvili, der beim Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 getötet wurde. Mit der Rückführung seiner Leiche ist eine zentrale israelische Bedingung für den offiziellen Eintritt in die zweite Phase des US-getriebenen Gaza-Friedensplans erfüllt – die US-Regierung hatte diese Phase bereits für eröffnet erklärt.
Gvilis Überreste wurden bei einer Suchaktion auf einem Friedhof im Gazastreifen gefunden. Die Hamas hatte zuvor Informationen zur Lage des Leichnams geliefert. Rund 250 sterbliche Überreste wurden untersucht, die Identifikation erfolgte über die Zahnstruktur. Der 24-Jährige war Mitglied einer Elite-Einheit der israelischen Polizei.
Präsident Izchak Herzog zeigte sich bei der Rückkehr des Leichnams tief bewegt: «Das gesamte Volk Israel ist zu Tränen gerührt.» Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte vor dem Parlament: «Es gibt keine Geisel mehr im Gazastreifen.»
Stand des Friedensplans
Seit dem 10. Oktober 2025 gilt ein Waffenstillstand als erste Phase des US-Friedensplans. Islamistische Gruppen im Gazastreifen ließen 20 lebende Geiseln frei, darunter deutsche Staatsangehörige. Israel setzte im Gegenzug fast 2.000 palästinensische Gefangene frei. Die Hamas übergab schleppend 28 Leichen von Geiseln, Israel händigte 360 sterbliche Überreste von verstorbenen Gaza-Bewohnern aus – jeweils 15 für jede tote israelische Geisel.
Die israelische Armee hat sich hinter die sogenannte gelbe Linie im Küstenstreifen zurückgezogen, kontrolliert aber weiterhin mehr als die Hälfte des palästinensischen Territoriums. Mehr Hilfe erreicht nun den Gazastreifen.
Ungewisse zweite Phase
Die zweite Phase sieht die Entwaffnung der Hamas vor – was die Islamisten derzeit ablehnen. Beobachter halten einen Kompromiss für möglich: Islamisten könnten auf Raketen verzichten, Hamas-Mitglieder die zu friedlichem Zusammenleben bereit sind könnten Amnestie erhalten. Bei Scheitern droht eine Wiederaufnahme der Kriegshandlungen. Die Differenzen zwischen den Kriegsparteien sind riesig.
Eine 14-köpfige palästinensische Übergangsregierung soll den kriegszerstörten Gazastreifen verwalten. Ein «Friedensrat» unter Führung von US-Präsident Donald Trump – mit Vertretern unter anderem aus Ungarn, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und der Türkei – soll den Gaza-Friedensprozess überwachen. Beobachter sehen darin eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Deutschland lehnt eine Beteiligung am Friedensrat ab.
Für die Ordnung im Gazastreifen soll eine internationale Stabilisierungstruppe sorgen. Mehrere muslimisch geprägte Länder wie Indonesien und Pakistan haben Bereitschaft zur Entsendung von Soldaten signalisiert. Deutschland wird sich militärisch nicht beteiligen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.







