Gil Ofarims Anwalt Alexander Stevens hat sich in Instagram-Videos zu den jüngsten Äußerungen seines Mandanten im RTL-Dschungelcamp geäußert. Der Musiker hatte dort am Freitagabend überraschend über den «Davidstern-Skandal» von 2021 gesprochen – ein Fall, der ihn vor Gericht brachte und mit einem Geständnis endete.
Stevens veröffentlichte die Videos in der Nacht zu Samstag. Darin diskutiert er Videobeweise und Zeugenaussagen aus dem abgeschlossenen Verfahren. Er behauptet unter anderem, eines der Gerichtsvideos weise einen Zeitsprung auf.
Der Fall von 2021
Im Jahr 2021 hatte Ofarim einem Hotelmitarbeiter Antisemitismus vorgeworfen. Er behauptete, er solle seinen Davidstern abnehmen, bevor er einchecken könne. Der Hotelmitarbeiter zeigte Ofarim daraufhin wegen Verleumdung an.
Überwachungsvideos spielten im Leipziger Verfahren eine zentrale Rolle. Ein Digitalforensiker bewertete sieben Kameraaufnahmen. Sein Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass die Davidstern-Kette beim Check-in-Versuch nicht sichtbar war.
Stevens' Behauptungen über Videobeweise
Der Anwalt behauptet nun, ein privates Gegengutachten der Verteidigung habe den ursprünglichen Expertenbefund widerlegt. Stevens sagte auf Instagram: «Wir Verteidiger haben während des Prozesses festgestellt, dass eines der drei in Augenschein genommenen Videos an einer neuralgischen Stelle einen Zeitsprung aufweist – zwei Sekunden fehlen.»
Diese Behauptungen sind nicht unabhängig überprüfbar. Die Staatsanwaltschaft Leipzig wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern.
Ofarims Geständnis und Verfahrensende
Ofarim gestand schließlich vor Gericht. Er sagte: «Die Vorwürfe treffen zu. Es tut mir leid.» Er entschuldigte sich bei dem Hotelmitarbeiter. Das Gericht stellte das Verfahren gegen Zahlung von 10.000 Euro ein.
Das Gericht erklärte damals, es habe alle Zweifel und Spekulationen in dieser Sache endgültig beseitigt.
Stevens argumentiert nun auf Instagram, die Sichtbarkeit des Davidsterns sei für eine antisemitische Beleidigung nicht entscheidend. Er erklärte: «Zumal ja anhand einer Zeugenaussage festgestellt wurde, dass der Hotelmanager keinerlei Beleidigungen geäußert hat und damit diese Anschuldigung falsch war, wofür sich Gil Ofarim auch entschuldigt hat.»
Schweigepflicht möglicherweise verletzt
Bei Verfahrenseinstellungen gegen Auflagen gilt oft eine Schweigepflicht. Juristen raten Mandanten in solchen Fällen üblicherweise: «Am besten sagst du gar nichts mehr darüber.» Ob die jüngsten Äußerungen von Ofarim und Stevens gegen eine solche Vereinbarung verstoßen, bleibt unklar.
Stevens hatte bereits am Mittwochabend live auf Instagram zusammen mit dem Strafrichter Thorsten Schleif über das Leipziger Strafverfahren gesprochen. Ofarim, Sohn des 2018 verstorbenen Musikers Abi Ofarim, äußerte sich im Dschungelcamp am Freitagabend zu dem Fall.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








