Wohnen in Deutschland kostet 2025 deutlich mehr – und Experten rechnen mit weiter steigenden Preisen. Die Preise für Wohnimmobilien kletterten im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent, doppelt so stark wie 2024. Auch Mieter müssen tiefer in die Tasche greifen: Die Mieten stiegen im nationalen Durchschnitt um 3,5 Prozent. Grund ist die anhaltend hohe Nachfrage bei knappem Angebot.
Besonders Mehrfamilienhäuser verteuerten sich kräftig: Ende 2025 kosteten sie 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Eigengenutzte Einfamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen legten um 3,0 Prozent zu. In den sieben deutschen Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart stiegen die Preise um durchschnittlich 4,7 Prozent – mit Frankfurt als Spitzenreiter bei 5,7 Prozent und Stuttgart als Schlusslicht bei 2,2 Prozent.
Mieten steigen weiter
Die Mietpreisentwicklung folgt dem Trend. Nach den Zahlen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken lagen die Mieten Ende des vierten Quartals 3,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Für 2026 prognostiziert das Beratungsinstitut Empirica einen weiteren Anstieg der Bestandsmieten um drei bis vier Prozent. In westdeutschen Großstädten werden die Angebotsmieten für Bestandswohnungen auf 15 bis 16 Euro pro Quadratmeter steigen, in mittleren Städten auf 13 bis 14 Euro. Der bundesweite Durchschnitt liegt aktuell bei 10,60 Euro je Quadratmeter.
Besonders drastisch ist die Lage bei Neubauten: Um die Kosten zu decken, sind in westdeutschen Großstädten rund 20 Euro pro Quadratmeter nötig. Das macht neuen Wohnraum für viele unbezahlbar.
Forderung nach politischer Priorität
Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken, sagte der dpa: «Eine der politischen Prioritäten im Jahr 2026 muss die Schaffung von Wohnraum zu bezahlbaren Preisen sein» Er schlägt staatliche Garantien für den Neubau vor, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Den «Bau-Turbo» der Bundesregierung wertet Tolckmitt als sinnvollen Impuls.
Die Zahlen des Verbands basieren auf Transaktionen von mehr als 700 Banken, darunter große Sparkassen, Landesbanken, Deutsche Bank und Commerzbank.
Nach einem Preisrückgang 2023 infolge gestiegener Zinsen haben sich Käufer und Bauherren mittlerweile an die höheren Finanzierungskosten angepasst. Der Wohnungsbau stagniert seit Jahren – ein Hauptgrund für den anhaltenden Druck auf die Preise.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








