Die französische Nationalversammlung stimmt am Montag über ein Gesetz ab, das Online-Netzwerke für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verbieten soll. Bei Zustimmung auch des Senats könnten Plattformen wie TikTok, Snapchat und Instagram bereits ab dem kommenden Schuljahr für diese Altersgruppe gesperrt werden. Präsident Emmanuel Macron treibt die Reform voran, um gesundheitsschädigende Auswirkungen der Netzwerke auf junge Menschen zu verhindern.
Das Verbot soll im Schnellverfahren beschlossen werden und könnte bereits im September in Kraft treten. Ausgenommen bleiben Online-Enzyklopädien wie Wikipedia und pädagogische Inhalte. Die Umsetzung hängt von einem Altersverifikationssystem ab, das derzeit auf europäischer Ebene vorbereitet wird.
Macron: Emotionen nicht manipulierbar
Macron machte in einem am Samstag veröffentlichten Video seine Position deutlich: «Die Emotionen unserer Kinder und Jugendlichen sind nicht zu verkaufen und dürfen nicht manipuliert werden - weder durch amerikanische Plattformen noch durch chinesische Algorithmen.»
Gabriel Attal, Fraktionsvorsitzender der Regierungspartei Renaissance, sagte zu RTL: «Frankreich kann innerhalb eines Monats Vorreiter in Europa werden: Wir können das Leben unserer Jugendlichen und Familien verändern und vielleicht zugleich die Unabhängigkeit unseres Landes verbessern.»
Gesundheitsrisiken im Fokus
Die nationale Gesundheitsbehörde hat in einem Bericht auf die Risiken von Online-Netzwerken hingewiesen. Dazu zählen Cybermobbing, ständiger Vergleich mit anderen oder unrealistischen Vorbildern, brutale Inhalte, aufmerksamkeitsraubende Algorithmen und Schlafmangel. Eine Umfrage der Weltgesundheitsorganisation vom vergangenen Jahr ergab, dass elf Prozent der jungen Menschen Schwierigkeiten haben, ihre Nutzung von Online-Netzwerken zu kontrollieren.
Australien als Vorbild
Australien hatte im Dezember als erstes Land weltweit ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche eingeführt. Dort gilt die Altersgrenze von 16 Jahren. Frankreich erweitert zudem das bestehende Handyverbot an Schulen: Es soll von Grund- und Mittelschulen auf Gymnasien ausgedehnt werden. Mehrere französische Gymnasien testen die Maßnahme bereits.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









