Der Rüstungskonzern Rheinmetall und der Satellitenhersteller OHB haben sich für das größte Satellitenprojekt der Bundeswehr beworben. Wie das Handelsblatt und die Financial Times berichten, konkurrieren die beiden Unternehmen mit Airbus um den Zuschlag für "SATCOMBw Stufe 4" – ein militärisches Kommunikationsnetzwerk mit mindestens 100 Satelliten im Wert von acht bis zehn Milliarden Euro.
Das Projekt soll bis 2029 einsatzbereit sein. Die geplante Satellitenkonstellation ähnelt dem Starlink-Netzwerk von Elon Musks SpaceX. Die Gespräche zwischen Rheinmetall und OHB befinden sich laut den Berichten noch in einem frühen Stadium.
Börsenreaktion
Die Aktie von OHB legte am frühen Nachmittag um mehr als 31 Prozent zu. Die Rheinmetall-Aktie verlor dagegen über ein Prozent, nachdem sie zunächst stark gestartet war. Über die vergangenen fünf Jahre hat sich das Papier des Düsseldorfer Konzerns jedoch mehr als verzwanzigfacht. Der DAX notierte 0,1 Prozent im Minus bei 24.885 Punkten.
Strategie im Weltraum
Rheinmetall-Chef Armin Papperger hatte im Herbst die strategische Ausrichtung des Konzerns zusammengefasst: «Künftig werden wir zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum ein relevanter Akteur sein.» Weiter erklärte er: «Rheinmetall entwickelt sich damit zum Domänen-übergreifenden Systemhaus.»
Der Konzern arbeitet bereits seit mehreren Jahren daran, sich breit strategisch aufzustellen. Mit dem finnischen Satellitenhersteller Iceye kooperiert Rheinmetall bereits bei weltraumgestützten Kommunikationssystemen.
Hintergrund
Die verschärfte Sicherheitslage seit Beginn des Ukraine-Krieges hat die Akzeptanz von Investoren gegenüber der Rüstungsindustrie deutlich erhöht. Rheinmetall profitiert besonders von dieser Entwicklung. Der deutsche Aktienmarkt kämpft derweil mit der geopolitischen Unsicherheit – neben dem Iran-Konflikt belastet ein stagnieren der ifo-Index die Stimmung.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








