Das Münchener Start-up Hypersonica hat einen Hyperschall-Waffen-Prototypen erfolgreich getestet und 23,3 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Der Prototyp erreichte bei einem Testflug vom norwegischen Weltraumstartplatz Andøya eine Geschwindigkeit von über 7400 Kilometern pro Stunde und eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern. Firmengründer Philipp Kerth will Europa bis 2029 mit kostengünstigen, manövrierfähigen Hyperschallraketen versorgen – eine Fähigkeit, die dem Kontinent bislang fehlt.
Das erst 2024 gegründete Unternehmen entwickelte den Prototypen in nur neun Monaten. Der erfolgreiche Test in Norwegen markiert einen wichtigen Meilenstein für die europäische Verteidigungsindustrie.
An der Serie-A-Finanzierungsrunde beteiligten sich die Wagniskapitalfinanzierer General Catalyst und Plural sowie die Bundesagentur für Sprunginnovationen Sprind. Die 23,3 Millionen Euro sollen die weitere Entwicklung bis zur Serienreife beschleunigen.
Europas Hyperschall-Defizit
Europa verfügt derzeit über keine vergleichbare Hyperschall-Fähigkeit. Bestehende Systeme wie die amerikanische Long Range Hypersonic Weapon (LRHW), auch Dark Eagle genannt, kosten geschätzt rund 40 Millionen Dollar pro Schuss und sollen in Deutschland stationiert werden. Kerth betont: «Europa braucht neue, souveräne und deutlich günstigere Lösungen.» Traditionelle Entwicklungsprogramme seien zu zeitaufwendig und kostenintensiv.
Hypersonica agiert als deutsch-britisches Unternehmen mit Wurzeln an der Technischen Universität München. Kerth promovierte in Hyperschalltechnologie an der Universität Oxford. Das Start-up betreibt eine britische Tochtergesellschaft und beteiligt sich an einem britischen Hyperschall-Programm mit einem Volumen von einer Milliarde Pfund.
Die Technologie kombiniert Hyperschallgeschwindigkeit – definiert ab 6000 Kilometern pro Stunde – mit präziser Manövrierfähigkeit. Kerth erklärt, dies mache es gegnerischen Luftabwehrsystemen schwer, die Raketen abzufangen. Zwar erreichen auch russische Iskander- und Kinschal-Raketen Hyperschallgeschwindigkeit, ihre Manövrierfähigkeit ist jedoch stark begrenzt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









