Grönland-Krise: "Kinder fragen, ob Krieg droht" - wie Trumps Drohungen die Menschen verunsichern

upday.com 3 godzin temu
Die SPD-Politikerin Möller beobachtet republikanische Kritik an Trumps Grönland-Politik (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Europas geschlossene Haltung gegen US-Präsident Donald Trump zeigt erste Erfolge. Die neue Durchsetzungskraft in der Grönland-Krise überrascht selbst republikanische Kongressabgeordnete in Washington – und demonstriert, dass eine vereinte EU auf Augenhöhe verhandeln kann.

SPD-Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller berichtet aus der US-Hauptstadt von bemerkenswerter Kritik an Trumps Grönland-Vorstoß – auch aus den eigenen Reihen. Mehrere republikanische Abgeordnete hätten in Gesprächen klar gemacht: «Der Umgang mit Alliierten – gerade in der Grönland-Frage – ist nicht angemessen. Verbündete behandelt man anders», berichtete Möller im Interview mit t-online. Viele lehnen dies ab, selbst MAGA-nahe Politiker.

Die USA sehen China als eigentliche Bedrohung und brauchen dafür ihre Bündnispartner. «Man kann nicht gleichzeitig Partnerschaften zerschlagen und globale Führung beanspruchen», so Möller über die Haltung der Republikaner. Mehr als 75 Prozent der US-Bevölkerung lehnen eine Grönland-Übernahme ab, nur ein kleiner Bruchteil befürwortet militärisches Vorgehen.

Europas neue Geschlossenheit

Entscheidend für Trumps Rückzieher waren laut Möller vier Faktoren: die massive Ablehnung in der US-Bevölkerung, kein Rückhalt im Kongress, sensible Börsenreaktionen – und erstmals ein unberechenbares Europa. «Als Trump mit Zöllen drohte, standen das EU-Parlament, die Kommission und die Mitgliedstaaten geschlossen da, und das fraktionsübergreifend», erklärte die SPD-Politikerin. Diese klare Entschlossenheit sei neu gewesen, für Trump überraschend – und wirksam.

Ihre Lehre: «Donald Trump ist nicht unbezwingbar. Nur wenn wir geschlossen, selbstbewusst und klar auftreten, kommen wir überhaupt in eine Verhandlungsposition auf Augenhöhe.» Ein klares europäisches Stoppschild, verbunden mit der konkreten Ankündigung von Gegenmaßnahmen, habe Wirkung gezeigt.

Grüne fordern strategische Unabhängigkeit

Die deutschen Grünen ziehen aus der Krise weitreichende Konsequenzen. Auf ihrem hessischen Landesparteitag in Marburg forderte Bundesvorsitzender Felix Banaszak eine Gasunabhängigkeitsstrategie für Deutschland und Europa. «Die Lebensversicherung Deutschlands in einer Zeit der Unordnung ist europäische Stärke und europäische Entschlossenheit», sagte Banaszak vor mehr als 400 Delegierten.

Seine Botschaft: «Die Antwort auf "America first" war nie "Germany first", sondern immer "Europe united".»

Friedrich Merz (CDU) sei nicht der richtige Kanzler für die aktuellen Herausforderungen.

Die hessische Grünen-Landesvorsitzende Anna Lührmann kritisierte die schwarz-rote Bundesregierung scharf. «Wo ist denn das Rückgrat? Wo bleibt Solidarität mit den Verbündeten?», fragte sie.

Deutschland müsse unabhängiger von US-Technologien werden, besonders bei Social Media. Lührmann warnte: «Weil wer die öffentliche Debatte kontrolliert, der kontrolliert auch, ob eben die Drückeberger, ob die Trump-Freunde hier in Deutschland auch Macht bekommen, oder ob wir schaffen, gemeinsam die Freiheit zu verteidigen.»

Grönländische Perspektive der Krise

Für die grönländische Bevölkerung bedeutet Trumps Vorstoß eine tiefe Verunsicherung. Eine grönländische Autorin beschreibt die aktuelle Situation als Krise, geprägt von Ängsten und innerer Spaltung. Kinder fragen ihre Eltern, ob Krieg droht. Die Autorin selbst berichtet von Schlaflosigkeit und ständigem Nachrichtenkonsum.

Trumps Interesse an Grönland trifft die Menschen an ihrer verwundbarsten Stelle und versucht, Grönländer und Dänen zu spalten. Doch die gemeinsame Delegation von grönländischer Außenministerin Vivian Motzfeldt und dänischen Politikern nach Washington demonstrierte Geschlossenheit. Am Flughafen empfing man Motzfeldt mit Applaus und Flaggen.

Die Krise zwingt auch zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe zwischen Grönland und Dänemark. Dänemark zeigt sich nun bereit, dunkle historische Kapitel gemeinsam aufzuarbeiten – ein Prozess, den Trumps Vorstoß ungewollt beschleunigte.

Im t-online-Interview rechnet Möller damit, dass das Grönland-Thema weitergeht: «[...] wahrscheinlich wird es am Ende darum gehen, dass die Amerikaner mit dem Einverständnis der Dänen und Grönländer weitere Militärbasen errichten. Und das ist natürlich auch in unserem Interesse.»

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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