Die USA schicken Beamte ihrer umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE zu den Olympischen Winterspielen nach Italien. Der Einsatz löst heftige Empörung im Gastgeberland aus – insbesondere beim Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala, der die Behörde als "Miliz, die tötet" bezeichnet. Die Winterspiele finden vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d'Ampezzo statt.
Die ICE-Division HSI soll das US-Außenministerium bei Sicherheitsaufgaben unterstützen und Italien beim Schutz vor transnationaler Kriminalität helfen. Laut ICE bleiben alle Sicherheitsmaßnahmen unter italienischer Hoheit. Die Behörde betont, dass sie keine Einwanderungskontrollen in anderen Ländern durchführt. US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio werden zur Eröffnungszeremonie am 7. Februar erwartet.
Scharfe Kritik aus Mailand
Mailands Bürgermeister Sala äußerte sich im Radiosender RTL 102.5 deutlich: «Das ist eine Miliz, die tötet... Es ist klar, dass sie in Mailand nicht willkommen sind, daran besteht kein Zweifel.» Er stellte die Frage: «Können wir nicht einmal Nein zu Trump sagen?»
Der sozialdemokratische Europaabgeordnete Alessandro Zan verurteilte den geplanten Einsatz auf dem Onlinedienst X als "inakzeptabel": «In Italien wollen wir keine Menschen, die Menschenrechte mit Füßen treten und sich jeder demokratischen Kontrolle entziehen.»
Regierung bemüht sich um Beschwichtigung
Italiens Außenminister Antonio Tajani versuchte, die Rolle der ICE-Beamten herunterzuspielen. Er sagte der italienischen Nachrichtenagentur Ansa: «Lassen Sie uns das klarstellen: Es ist nicht so, dass sie kommen, um auf der Straße für öffentliche Ordnung zu sorgen. Sie kommen, um in den Einsatzzentralen mitzuarbeiten.» Der Präsident der norditalienischen Region Lombardei präzisierte, dass die Aufgabe der ICE-Beamte auf den Schutz von Vance und Rubio beschränkt sein werde.
Hintergrund: Tödliche Einsätze in den USA
Die ICE-Behörde ist in den USA hochumstritten. Bei rigorosen Kontrollen in Minneapolis erschossen ICE-Beamte kürzlich zwei US-Bürger: Renée Good Anfang Januar und Alex Pretti am vergangenen Samstag. Die Vorfälle lösten landesweite Proteste gegen die Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump aus. Trump hatte Tausende ICE-Beamte in einzelne US-Bundesstaaten entsandt, um gegen illegale Einwanderung vorzugehen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.









