Paradoxer Effekt: Schnieders Führerschein-Pläne bringen Fahrschulen in Not

upday.com 2 godzin temu
Führerschein machen - oder doch lieber warten, bis alle Autos von selbst fahren? (Symbolbild) Marcus Führer/dpa

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) wollte den Führerschein günstiger machen – doch seine Reformankündigungen vom vergangenen Oktober haben einen unerwarteten Effekt: Viele Fahrschüler warten jetzt ab, anstatt sich anzumelden. Die Folge: Fahrschulen stehen vor existenziellen Problemen, es drohen Kurzarbeit und im schlimmsten Fall Insolvenzen. Schnieder dämpft nun die Erwartungen und rät zur sofortigen Anmeldung.

Kurt Bartels, Vizevorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Seit den Ankündigungen von Schnieder, dass der Führerschein günstiger werden soll, gibt es eine Zurückhaltung bei Fahrschulen». Die Lage sei regional unterschiedlich, aber deutlich: «Das ist regional und von Fahrschule zu Fahrschule unterschiedlich, aber die Zurückhaltung ist spürbar. Viele Fahrschüler warten ab. Wenn das so bleibt, müssen Fahrschulen überlegen, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken. Im Worst Case drohen Insolvenzen.»

Schnieder bremst Reformhoffnungen

Der Minister reagierte am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin» und dämpfte die Erwartungen deutlich: «Es lohnt sich nicht, abzuwarten, sondern wer den Führerschein machen will, der soll es jetzt machen.» Er stellte klar, dass es keine schnelle Preissenkung geben werde: «Aber von Anfang an war klar, dass es keinen Punkt gibt, an dem ein neues Preisschild an dem Führerschein hängt.» Die Reform soll erst im Laufe des Jahres ins Gesetzgebungsverfahren gehen – vorausgesetzt, die Länder stimmen zu.

Schnieder plant, den Weg zum Führerschein einfacher und bezahlbarer zu machen, ohne die Sicherheitsstandards zu senken. Sein Credo: «Mobilität darf kein Privileg sein». Er plant Vereinfachungen bei Theorie und Praxis, mehr Simulatornutzung und weniger verpflichtende Sonderfahrten etwa auf Autobahnen.

Hohe Kosten und Kostentreiber

Aktuell liegt der Durchschnittspreis für den Führerschein der Klasse B laut Ministerium bei rund 3.400 Euro. Eine einzelne Fahrstunde kostet zwischen 55 und 75 Euro. Beim begleiteten Fahren ab 17 Jahren fallen etwa 2.500 Euro an.

Bartels identifiziert höhere Personal- und Energiekosten als Haupttreiber: «Das müssen wir an die Kunden weitergeben. Wenn Minister Schnieder meint, wir können Unterrichtsräume sparen, wo sollen dann die Simulatoren hin?» Zudem bräuchten Fahrschüler zunehmend mehr Fahrstunden – der wichtigste Kostenfaktor. Eine durchgängige Ausbildung ohne Pausen sowie motivierte Schüler könnten die Kosten senken.

Sein Vorschlag an die Politik: «Wenn die Politik Führerscheine günstiger machen will, dann sollte sie die Kosten für den Führerschein steuerlich absetzbar machen.» Gute Erfahrungen gebe es mit dem begleiteten Fahren ab 17 – hier seien Schüler durch elterliche Beteiligung motivierter, fielen seltener durch Prüfungen und hätten insgesamt niedrigere Kosten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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