Sturmtief Elli legt Deutschland lahm: Schulen zu, Verkehr kollabiert

upday.com 1 dzień temu
Sturmtief "Elli" bringt Deutschland das heftigste Winterwetter seit Jahren (Symbolbild - KI-generiert) AI Generated Stock Image

Sturmtief "Elli" bringt Deutschland ab Donnerstagabend das heftigste Winterwetter seit Jahren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer gefährlichen Wetterlage mit Schneestürmen, Eisregen und Sturmböen und rät, zu Hause zu bleiben. Das Unwetter wirkt sich bereits massiv aus: Sechs Bundesländer heben die Schulpflicht auf, der Fährverkehr an der Nordsee ist lahmgelegt, Züge fallen aus.

Der Schneefall beginnt laut Wetterexperte Dominik Jung ab etwa 17 Uhr im äußersten Westen. Er sagte der BILD: «Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee sind möglich.» Besonders kritisch wird die Übergangszone von Bremen über Hannover bis Berlin, wo Eisregen droht. «In dieser Übergangszone wird es gefährlich», warnte Jung.

Schulen geschlossen, Verkehr kollabiert

In Hamburg, Bremen und weiten Teilen Niedersachsens sowie in einzelnen Kreisen Schleswig-Holsteins bleiben die Schulen am Freitag geschlossen.

Sturm "Elli" beeinträchtigt den Fern- und Regionalverkehr der Bahn stark. Die Reedereien stellten den Fährverkehr zu den ostfriesischen Inseln Langeoog, Wangerooge, Spiekeroog und Juist komplett ein. Eine Sprecherin der Inselgemeinde Langeoog erklärte, wegen der schlechten Wetterlage seien ein sicherer Schiffstransport sowie eine sichere An- und Abreise der Gäste nicht möglich. Für Norderney erwarten die Reedereien kurzfristige Änderungen und Absagen.

Volkswagen hat die Produktion im Werk Emden vorübergehend gestoppt.

Die CDU sagte ihre für Freitag und Samstag geplante Jahresauftaktklausur in Mainz ab. Ein Parteisprecher begründete: «Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie der angekündigten Zug- und Flugausfälle sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen.»

Extreme Kälte und Sturmflutwarnung

Meteorologe Dr. Karsten Brandt sagte der BILD: «In Niedersachsen wird es die meisten Probleme geben, das zeigen alle Modelle. Schwierige Bedingungen wird es auch in Hamburg geben.»

Im Schwarzwald erwarten Meteorologen Windgeschwindigkeiten bis 130 Kilometer pro Stunde. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte vor Sturmfluten in der Kieler Bucht und Flensburg mit Wasserständen bis 1,20 Meter über dem Normalwert sowie in der Lübecker Bucht mit Wasserständen bis 1,0 Meter über dem Normalwert.

Die Temperaturen stürzen am Wochenende dramatisch ab. Brandt prognostizierte: «Wenn in Berlin ab 20 Uhr die Sonne weg ist, werden es minus 13 Grad Celsius.» In Sachsen erwarten Experten sogar minus 20 Grad, in der Lüneburger Heide und in Thüringen jeweils minus 17 Grad. Jung warnte: «In der Nacht zu Samstag kommt der Schnee im Süden und Südwesten zurück.»

Ab minus zehn Grad verliert Streusalz seine Wirkung. «Die Mengen an Schnee gefrieren ab Samstag. Ab minus zehn Grad wirkt dann auch das Streusalz nicht mehr», erklärte Brandt. Auf Autobahnen drohen stundenlange Stillstände durch Schneeverwehungen.

Warnung vor Gesundheitsrisiken

Die Krankenhäuser melden bereits stark steigende Patientenzahlen in den Notaufnahmen. Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, erklärte, Unfälle durch Eis und Schnee belasteten die Kliniken erheblich.

Christina Magnussen, stellvertretende Direktorin der Klinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, warnte vor den Gefahren beim Schneeschippen. Sie erklärte: «Zum einen handelt es sich um schwere, oft ruckartige körperliche Arbeit, die viele Menschen nicht regelmäßig ausüben.» Die Kälte lasse die Blutgefäße verengen, was den Blutdruck erhöhe. «Dieser höhere Widerstand kann den Herzmuskel belasten – denn das Herz muss in dieser Situation deutlich mehr leisten, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen», so Magnussen. «Unter der akuten Mehrbelastung kann es zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels kommen — im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt.»

Jung unterstrich die Ernsthaftigkeit der Lage: «Wenn vor Unwetter gewarnt wird, kann es auch immer zu lebensgefährlichen Bedingungen kommen.» Ein DWD-Meteorologe aus Potsdam sagte: «Das wird schon eine extreme Lage.» Bereits am Donnerstag ereigneten sich in Niedersachsen und Thüringen zahlreiche Unfälle, ein Mensch starb.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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