UN-Chef warnt Israel vor Gaza-Stadt-Eroberung

upday.com 21 godzin temu
Guterres fordert Israel auf, die Stadt Gaza nicht zu besetzen. (Archivbild) Bianca Otero/ZUMA Press Wire/dpa

UN-Generalsekretär António Guterres fordert Israel auf, die angekündigte Einnahme der Stadt Gaza zu stoppen. Der UN-Chef warnte vor den dramatischen Folgen für die Zivilbevölkerung.

«Hunderttausende Zivilisten würden erneut zur Flucht gezwungen und Familien in noch größere Gefahr geraten. Das muss aufhören. Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt», schrieb Guterres am Abend auf der Online-Plattform X. Die Zivilbevölkerung in Gaza sehe sich einer «weiteren tödlichen Eskalation» ausgesetzt.

Die israelische Regierung hat die Eroberung der Stadt Gaza angekündigt, in der sich etwa eine Million Menschen aufhalten. Diese Menschen sollen in Zeltlagern im Süden des Küstenstreifens untergebracht werden.

Israels Militärpläne im Norden

Ein israelischer Militärsprecher teilte am Mittwoch mit, die Vorbereitungen für die geplante Umquartierung der Einwohner liefen bereits. Vorkehrungen für humanitäre Hilfszentren seien getroffen und Zelte geliefert worden.

Hilfsorganisationen kritisieren jedoch immer wieder die katastrophalen Bedingungen im Süden des Küstengebiets. Guterres bezeichnete das Ausmaß an Tod und Zerstörung in Gaza als beispiellos in der jüngeren Geschichte.

Scharfe Kritik des UN-Chefs

«Gaza ist übersät mit Trümmern, Leichen und Beispielen für mögliche schwerwiegende Verstöße gegen das Völkerrecht. Wir brauchen eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe», erklärte der UN-Generalsekretär. Die Geiseln müssten unverzüglich freigelassen werden.

Israel habe als Besatzungsmacht klare Verpflichtungen, betonte Guterres. «Es muss die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Gütern sicherstellen.» Zudem müsse Israel einem besseren Zugang für humanitäre Hilfe zustimmen.

Israel weist solche Aussagen und Vorwürfe stets zurück. Das Land wirft wiederum den UN vor, im Gazastreifen bereitstehende Hilfslieferungen nicht verteilt zu haben.

Wachsender internationaler Druck

Israel steht unter erheblichem internationalen Druck, das Leid der Palästinenser im Gazastreifen zu lindern. Berichte über unterernährte Kinder lösten weltweit Empörung aus.

Diese Entwicklungen trugen dazu bei, dass Länder wie Frankreich, Kanada und Australien Pläne zur Anerkennung eines palästinensischen Staates ankündigten. Deutschland stoppte einen Teil der Waffenexporte an Israel, nachdem Israel erklärt hatte, es werde den Gaza-Krieg noch ausweiten.

(dpa) Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz überarbeitet.

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