Andreas Schicker soll bei der TSG Hoffenheim trotz sportlichen Erfolgs seinen Posten verlieren. Der 39-jährige Sportdirektor steht vor der Absetzung bei einer Gesellschafterversammlung am Montag – obwohl das Team aktuell auf einem Champions-League-Platz steht. Mäzen Dietmar Hopp (85) stellt sich demonstrativ hinter Schicker und kritisiert die Entlassungspläne scharf.
Schicker zeigte sich vor dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern fassungslos über den Machtkampf. «Die kann ich auch selber nicht nachvollziehen», sagte er dem Sportsender DAZN. Seine Einschätzung der Lage: «In Österreich würde man sagen: Kasperl-Theater.» Er wolle bleiben, das werde jeder verstehen, «weil es sportlich auch funktioniert und läuft». Hopp stehe «100 Prozent» hinter ihm, betonte Schicker.
Hopp äußerte sich in einem Interview mit der «Rhein-Neckar-Zeitung» unmissverständlich. Für die Entlassungspläne fehle ihm «jegliches Verständnis». «Durch seine herausragende Arbeit wurde eine Spitzenmannschaft geformt, die mich Woche für Woche begeistert und in ganz Fußball-Deutschland positiv wahrgenommen wird», lobte der 85-Jährige. Seine zentrale Frage: «Wie können wir den Erfolg unseres Clubs riskieren?»
Machtkampf um Hopps Einfluss
Der Machtkampf bei der TSG tobt seit Monaten. Bereits mehrere Führungskräfte mussten ihre Posten räumen: Marketing-Geschäftsführer Tim Jost einigte sich auf eine Vertragsauflösung, Vorstandsvorsitzender Markus Schütz und Finanz-Geschäftsführer Frank Briel mussten gehen. Präsident Jörg Albrecht trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Als Interims-Vereinsvorsitzender fungiert nun Christoph Henssler, der als Hopp-Gegner gilt und aus der Ultra-Szene stammt.
Hopp, der Hoffenheims Aufstieg in die Bundesliga finanziert hatte, hält 49 Prozent der TSG GmbH, der Stammverein 51 Prozent. Unter Schicker, der im Oktober 2024 von Sturm Graz kam, habe die Mannschaft «wieder zur TSG-DNA zurückgefunden», so Hopp. Das Team sei jünger geworden, der Fußball attraktiver und erfolgreicher.
Wirtschaftliche Perspektiven
Dies steigere perspektivisch die Einnahmen aus TV-Verträgen und schaffe «aber kurzfristig natürlich schon das Potenzial hoher Transfererlöse». Am 9. März steht zudem die Präsidentenwahl an.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.








