Rekordüberschuss von 1,2 Billionen Dollar: China trotzt dem Handelskrieg

upday.com 2 godzin temu
Chinas Wirtschaftsleistung wird von Exporten mit angetrieben. (Symbolbild) Xin Yi/XinHua/dpa

China hat 2025 einen Rekordhandelsüberschuss von fast 1,2 Billionen US-Dollar erzielt. Die Exporte stiegen um 5,5 Prozent auf rund 3,8 Billionen US-Dollar (etwa 3,26 Billionen Euro), während die Importe mit etwa 2,6 Billionen US-Dollar unverändert blieben. Der Überschuss übertrifft damit deutlich den Wert von 2024, der bei knapp einer Billion US-Dollar lag. Die Zahlen verdeutlichen Chinas anhaltende Abhängigkeit von Exporten trotz globaler Handelskonflikte und schwacher Nachfrage im Inland.

Besonders stark wuchsen Chinas Exporte nach Afrika mit einem Plus von 25,8 Prozent und in die Asean-Staaten mit 13,4 Prozent. In die Europäische Union stiegen die Ausfuhren um 8,4 Prozent, während die Importe aus der EU um 0,4 Prozent zurückgingen. Die Dezember-Daten übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich: Die Exporte legten um 6,6 Prozent zu, die Importe um 5,7 Prozent. Experten hatten lediglich ein Importwachstum von 0,9 Prozent prognostiziert.

Handelskrieg belastet USA-Geschäft massiv

Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt prägte das Handelsjahr 2025. Chinas Exporte in die USA brachen um 20 Prozent ein, die Importe aus den Vereinigten Staaten gingen um 14,6 Prozent zurück. Hintergrund sind hohe US-Zölle auf chinesische Waren, die den bilateralen Handel stark belasten.

Wang Jun, Vize-Minister der chinesischen Zollverwaltung, sagte in Peking: «In Bezug auf die Lage des Außenhandels in diesem Jahr fehlt dem globalen Handelswachstum allgemein gesagt Dynamik, und das äußere Umfeld für die Entwicklung des chinesischen Außenhandels bleibt schwierig und komplex.» Er verwies auf schwaches globales Wirtschaftswachstum, politische Unsicherheiten und geopolitische Spaltung.

Deutschland wird zum Top-Handelspartner

China steigerte seine Exporte nach Deutschland um 10,5 Prozent auf rund 118,3 Milliarden US-Dollar. Die deutschen Importe nach China sanken hingegen um 2,1 Prozent auf 92,8 Milliarden US-Dollar. Seit Oktober ist China der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Firmen aus der Europäischen Union beklagen aggressive Konkurrenz chinesischer Unternehmen, besonders in der Autoindustrie, sowie schwierige Marktbedingungen für ihre Geschäfte in China.

Chinas Wirtschaft ist durch hohe Produktionskapazitäten für den Weltmarkt geprägt, leidet aber unter schwacher Binnennachfrage. Dies führt zu einem Überangebot in vielen Sektoren und zwingt chinesische Firmen, verstärkt ausländische Märkte zu suchen. Kritiker werfen China zudem vor, seine Währung sei deutlich unterbewertet, was chinesische Waren im Ausland günstiger mache und als indirekte Subvention wirke.

Peking reagiert mit Exportkontrollen

China verhängte Exportkontrollen auf sieben seltene Erden und Chips des Herstellers Nexperia. Die Maßnahmen sorgten in Europa für Unsicherheit und zeitweise Produktionsstopps, zeigten Verwundbarkeiten in deutschen und europäischen Lieferketten auf und verstärkten Forderungen nach größerer Unabhängigkeit von chinesischen Rohstoffen.

Gleichzeitig kündigte Peking die Streichung von Mehrwertsteuer-Rückerstattungen für Photovoltaik-Produkte ab dem 1. April an, um fallende Exportpreise einzudämmen, die der europäischen Solarindustrie zugesetzt hatten. Bei Batterieprodukten werden die Rückerstattungen von neun auf sechs Prozent reduziert und zum 1. Januar 2027 komplett abgeschafft. Brüssel ermöglichte chinesischen Elektroauto-Herstellern, Mindestpreise festzusetzen statt Zollaufschläge zu zahlen. Das chinesische Handelsministerium begrüßte diese Maßnahme.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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